Hilft CBD wirklich gegen COVID-19? Interpretation der kanadischen Studie die erfolgsversprechende Resultate gefunden hat

Einleitung

Der Blick hat einen sehr kurzen Artikel geschrieben über eine kanadische Studie die untersucht hat ob CBD gegen den Corona Virus hilft. Hier ein Zitat “Die Forscher der Universität Lethbridge untersuchten in ihrer Studie Cannabis-Pflanzen mit einem hohen CBD-Gehalt. Dabei handelt es sich um den typischen Wirkstoff legalen Hanfs. Sie stellten fest, dass «CBD Proteine blockt, die als Türöffner für Covid-19 Viren dient». Gemäss ihren Daten hat der Drogenwirkstoff das Potenzial, das Infektionsrisiko um 70 bis 80 Prozent zu reduzieren.” aus https://www.blick.ch/news/ausland/neue-studie-aus-kanada-macht-hoffnung-schuetzt-cannabis-vor-dem-coronavirus-id15902125.html

Das Hanf heilende Wirkungen hat ist bekannt, doch hilft es wirklich so stark gegen den Corona Virus? Wie aussagekräftig ist diese Studie wirklich? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben die Studie genauer angeschaut.

Hintergrund der Studie [Preprint der kanadischen Studie]

COVID-19 nutzt ein Enzym, das sogenannte Angiotensin-konvertierendes Enzym II (ACE2), um den menschlichen Wirt zu infizieren. ACE2 wird im Lungengewebe, in der Mund- und Nasenschleimhaut, den Hoden, den Nieren und im Magen-Darm-Trakt des menschlichen Körpers exprimiert.  ACE2 repräsentiert also mehr oder weniger eine unverschlossene Tür, durch die sich COVID-19 Zugang zum Innenleben unseres Körpers verschafft. [Studie 1]

Daher ist die Modifizierung der ACE2-Konzentration in den Einstiegsgeweben ein offensichtlicher Lösungsansatz, um Infektionen vorzubeugen. Cannabis sativa mit hoher CBD-Konzentration ist für seine entzündungs- und krebshemmenden Eigenschaften bekannt. Was jedoch viele nicht wissen: CBD kann auch die Genexpression verändern. [Studie 2] Die Wissenschaftler dieser Studie haben hypothetisiert, dass CBD-Extrakte, die aus Cannabis sativa gewonnen wurden, die ACE2 Expression im COVID-19-Zielgewebe modifizieren können.

Zusammen mit ACE2 spielt die Serinprotease TMPRSS2 eine wichtige Rolle im Infektionsprozess von SARS-CoV2. Während ACE2 dem Virus den Eintritt ermöglicht, bereitet TMPRSS2 die viralen Spike-Proteine vor und ist daher entscheidend für den Eintritt von SARS-CoV2 in die Wirtszellen. Neuere Studien haben gezeigt, dass TMPRSS2-Hemmer den Eintritt des Virus blockieren. [Studie 3]

 

Methodologie

Um ihre Hypothese zu überprüfen, wurden 3D-Modelle des menschlichen Mundgewebes (EpiOral), der Atemwege (EpiAirway) und des Darmgewebes (EpiIntestinal) verwendet. Die Gewebemodelle wurden gemäß den Angaben des Herstellers äquilibriert und kultiviert. Die Epithelzellen dieser Modelle sind in vivo Epithelzellen extrem ähnlich, da menschliche Zellen verwendet wurden, um diese Gewebestrukturen zu kultivieren.

Behandlung der Gewebemodelle: Die Entzündung wurde durch die vom Hersteller empfohlene Behandlung mit proinflammatorischen Zytokinen (TNF-α und IFN-γ) induziert, dann wurden die Extrakte aufgetragen.  Anschließend wurden alle drei Modelle 24 Stunden lang mit den Extrakten inkubiert und zwecks der RNA- und Proteinanalyse blitzgefroren.

Hierfür wurden 22 verschiedene Cannabis Sativa-Extrakte verwendet. Diese Extrakte hatten einen THC-Gehalt von 0,03% – 4,43% und einen CBD-Gehalt von 1,16-11,5%. Jedes Extrakt wurde auf zwei Gewebemodelle jeder Art getestet (d.h. zwei EpiOral, zwei EpiIntestinal und zwei EpiAirway)

Auswertung der Ergebnisse

Zunächst wurden nur vier Extrakte getestet. Die RNA der entsprechenden Modelle wurde sequenziert. Es wurde festgestellt, dass zwei Extrakte (#81 und #130) die ACE2-Transkriptionswerte der EpiOral-Proben stark reduzierten.

Nach diesen beachtlichen Ergebnissen wurden neun weitere Extrakte getestet. Ebenso, wie bei der vorherigen Untersuchung stellte man fest, dass bestimmte Extrakte (in diesem Fall #9, #45 und #167) die Werte der ACE2 RNA im EpiOral-Gewebe senkten.

Anschließend überprüfte man die ACE2-Proteinwerte aller bisher untersuchten Proben und man fand heraus, dass einige Extrakte (#7, #9, #157, #176 & #169), selbst diese Werte stark senkten. Daraufhin folgten weitere Laboranalysen, die diese ACE2-Werte und später auch die TMPSS2-Werte für 22 Extrakte an allen drei Gewebemodellen (EpiOral, EpiAirway und EpiIntestinal) untersuchten.

Man kam zu dem Ergebnis, dass 13 Extrakte die ACE2-RNA-Genexpression und die ACE2-Proteinwerte in allen drei Gewebemodellen senken konnten. Außerdem gab es einige Extrakte, die sogar die TMPRSS2-Genexpression in EpiIntestinal-, und EpiOral-Geweben herunterregulieren konnten.

Fazit

Während die wirksamsten Extrakte einer weiteren groß angelegten Validierung bedürfen, ist diese Studie für die künftige Analyse der Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf COVID-19 von entscheidender Bedeutung. Die wirksamsten Extrakte könnten bis zum Vorliegen weiterer Untersuchungen eine nützliche und sichere Ergänzung zur Behandlung von COVID-19 als Begleittherapie darstellen. Sie können zur Entwicklung einfach anzuwendender präventiver Behandlungen in Form von Mundwasser oder Tinkturen sowohl für die klinische Anwendung als auch für die Anwendung zu Hause verwendet werden. Solche Produkte sollten auf ihr Potenzial zur Verringerung des Viruseintritts über die Mundschleimhaut getestet werden. Angesichts der gegenwärtigen epidemiologischen Situation muss jede denkbare therapeutische Möglichkeit und jeder eventuelle Weg in Betracht gezogen werden.

Wie aussagekräftig ist diese Studie?

Obwohl die Vorgangsweise und Methodologie dieser Studie schlüssig und gründlich scheint, hat sie eine starke Limitierung. Obwohl die Zellen der verwendeten 3D-Gewebemodelle mit der Funktion und Struktur der Zellen unseres Körpers fast identisch sind, ist hier noch viel Forschungsbedarf. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind vielversprechend und sollten Ausgangspunkt für eine groß angelegte in vivo Studie an Tiermodellen sein aber zu keinen voreiligen Schlüssen leiten.

Quellenangaben: 

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1287568/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7023045/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7102627/

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