Olivenöl und CBD-Blüten ergibt CBD-Olivenöl.

CBD-Olivenöl selbst herstellen

Wer hat kein Olivenöl in der Küche? Gerade wenn du deinen Salatdressing köstlich mischen willst, oder Kartoffel mit Rosmarin aufbacken willst. CBD-Olivenöl ist schmackhaft und kann zur festen Komponente für herzhafte Gerichte werden. Deshalb wollen wir dir zeigen, wie du dein Olivenöl um die CBD-Komponente erweitern kannst. Das ist sehr leicht und macht Spaß. Aufgepasst!

Olivenöl ist gesund

Natives, kaltgepresstes Olivenöl gilt als eines der gesundesten Öle überhaupt. Das liegt an der chemischen Zusammensetzung. Es besteht zu 75% aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Das verleiht dem Öl die flüssige Erscheinung bei Raumtemperatur. Ungesättigte Fettsäuren senken den Blutdruck und den Cholesterinspiegel und damit das Risiko möglicher Herzerkrankungen.

Wenn wir das einmal mit der hergestellten CBD-Butter vergleichen, welche zu 66% aus gesättigten Fettsäuren besteht, bildet Olivenöl die gesündere Alternative. Kokosfett besteht sogar zu 92% aus gesättigten Fettsäuren. Butter ist die selbstverständlich passendere Zutat für Backwaren wie CBD-Brownies oder Kekse, aber hier empfehlen wir den Einsatz mit Vorsicht zu geniessen. 

Der Körper braucht Enzyme, um langkettige Fettsäuren aufzuspalten. Ungesättigte Fette, wie z.B. der Großteil des CBD-Olivenöls, können vom Körper besser verwertet werden und sollten für jeden einen festen Bestandteil der Ernährung einnehmen. 

Tipp: Bei +4-7°C wird CBD-Olivenöl im Kühlschrank allmählich fest, genau wie bei normalem Olivenöl. Das liegt daran, dass ungesättigten Fettsäuren ab dieser Temperatur kristallisieren. Auf die Qualität hat das aber keine Beeinträchtigung. Bei Belieben einfach auf die Küchenplatte stellen und auftauen lassen. 

Olivenöl in Glasflasche.

Wichtiges zuerst

Vor, dass es gleich losgehen darf, möchten wir ein paar Fragen vorweg beantworten:

Wird CBD-Olivenöl wie CBD-Butter hergestellt?

Die Vorgehensweise ist ähnlich. Das Wasserbad wird erhitzt, die Blüten werden aktiviert und schliesslich dem Öl für 30 Minuten hinzugefügt. Der Hauptunterschied ist, dass das Öl bei Zimmertemperatur nicht hart wird. Daher ist für die ofenfreie Wasserzubereitung der Kühlschrank wichtig, damit du das harte Öl nachher vom Wasser abschöpfen kannst. Mehr dazu weiter unten. 

Wie schmeckt das CBD-Olivenöl?

Grundsätzlich löst Olivenöl wenig Chlorophyll von den CBD-Blüten. Das ist erstmals eine gute Sache. Obwohl die Bitterstoffe sehr gesund und antioxidativ auf den Körper wirken, haben sie einen sehr bitteren Eigengeschmack und können das CBD-Olivenöl stark beeinflussen. Hier empfehlen wir auf ein Abseihtuch zu verzichten, damit das Öl nicht zu bitter schmeckt. Durch eine Ofenaktivierung im Einmachglas werden allerdings die natürlichen Terpene und Blütenaromen behalten. Diese lösen sich ins Öl. Das verleiht dem Olivenöl die gewünschte CBD-Note. Mehr dazu weiter unten.

Welches Olivenöl nehme ich?

Kurz gesagt: Je eigener und stärker das Olivenöl schmeckt, desto eher wird der Cannabis-Geschmack kaschiert. Wir empfehlen ein Öl mit mildem oder leicht scharfem Aroma, da das Chlorophyll den bitteren Aspekt ohnehin intensiviert. Alternativ empfehlen wir Super Silver Haze CBD-Blüten von Sweed, die wenig Chlorophyll enthalten. Wenn du ein Lieblings-Olivenöl hast, dann verwende natürlich das. Beim CBD-Olivenöl gibt es sonst nichts relevantes mehr zu wissen. Wir empfehlen zu experimentieren. Spannend!

Olivenöl gehört zu Bruschetta nunmal dazu.
Olivenöl gehört zu Bruschetta dazu. CBD natürlich auch!

Mathe

Ja, wir lieben Zahlen! Denn wir möchten dir garantieren, dass du auch alles aus dem kostbaren CBD-Olivenöl rausholen kannst. Wenn du das nicht verfolgen willst, dann lese nur die fettgedruckten Zahlen. Hier erklären wir die empfohlene Dosis von CBD-Blüten pro Portion Öl.

Wir empfehlen 5g CBD-Blüten auf 50ml Olivenöl. Das ist geschmacklich und effekt-technisch ein gutes Verhältnis. So stark wird dein CBD-Olivenöl nach der Zubereitung sein:

– Olivenöl hat eine Dichte von 0,91g/cm³. Also sind 50ml Öl in etwa 55g.

– Ein Gramm Sweet Star CBD-Blüten hat 26% CBD, also 260mg CBD. Fünf Gramm haben 1,3 Gramm CBD.

– 1,3g / 55g = 0,024 = 2,4% CBD im 50ml Ölgemisch.

Olivenöl lässt sich nur sehr schwierig anreichern, von daher ist die maximale Empfehlung ein 2:1-Verhältnis von Öl zu Blüten.

– Das sind dann 27,5g Sweet Star auf 50ml Öl (55g)

– 27,5g * 0,26g = 7,15g CBD

– 7,15g / 55g = 0,13 = 13% CBD im 50ml Ölgemisch maximal.

Tipp: Ein schwächeres Öl ist sinnvoll für z.B. Salate und Sossen. Die leichte CBD-Note dient hier nur als extra und steht nicht zu sehr im Vordergrund. Ein stärkeres Öl ist für den puren Konsum hervorragend. Ein Esslöffel am Tag erfüllt den täglichen Bedarf an ungesättigten Fettsäuren und an CBD zugleich. Zwei Fliegen mit einer Klatsche!

 
Olivenöl auf Teller. Ideal zum Dippen von Brot.
Stärkeres CBD-Olivenöl eignet sich bestens als Brotbeilage.

Zubereitung

Es darf losgehen. Bei der Herstellung des CBD-Olivenöls gibt es zwei ähnlich effektive Zubereitungsweisen, je nach dem wie viel Zeit du mitbringen kannst und ob du einen Ofen hast oder nicht. 

Rezept 1: Ohne Wasserbad, ohne Ofen

1. Ein Liter Wasser im Kochtopf zum Sieden bringen. Das Wasser darf etwas köcheln, aber nicht blubbern.

2. Die gewünschte Menge Olivenöl auf das Wasser schütten. 

3. Die CBD-Blüten mit einem Grinder gut zerkleinern und dem Wasser-Öl-Gemisch beifügen.

4. Zwei Stunden sieden lassen. Immer schauen, dass genug Wasser vorhanden ist und nicht anfängt zu wild zu blubbern.

5. Durch ein Sieb, Abseihtuch oder Kaffeefilter in ein Gefäss abschütten. 

6. Bei Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank, bis das Öl auf dem Wasser hart wird.

7. Das harte Öl in ein Einmachglas abschöpfen, oder das kalte Wasser darunter abfliessen lassen.

Wichtig: Sei dir sicher, dass immer genug Wasser unter dem Öl ist. Wenn das Öl anfängt zu heiss zu werden (130°C+), verdampft das wertvolle CBD und viele der aromatischen Terpene. Zwei Stunden sind bei 100-110°C Temperatur ideal, um das CBDa in CBD vollständig umzuwandeln. Wenn du dich entscheidest nur eine Stunde zu köcheln, können wir die vollständige Umwandlung nicht garantieren. Cannaconnection empfiehlt beim Kochtopf sogar bis zu drei Stunden. Eine Aktivierung im Ofen ist durch diese Methode nicht notwendig. Allerdings muss man bei der Abschöpfung schnell sein, damit das Öl sich nicht zu schnell verflüchtigt.

Olivenöl in einer kleinen Glasschale.

Rezept 2: Mit Wasserbad, mit Ofen (empfohlen)

1. Die ganzen CBD-Blüten im Glasgefäss (z.B. Einmachglas) luftdicht verschliessen und im Ofen bei ca. 120°C 30-40 Minuten aktivieren (Decarboxylierung). Der Verschluss sorgt dafür, dass Aromen erhalten bleiben. 

2. Die Blüten aus dem Ofen entnehmen und zerkleinern. Am besten auch mit einem Grinder oder mit der Hand, da die Blüten jetzt quasi ausgetrocknet sind.

3. Ein Wasserbad aufsetzen. Das Olivenöl im kleinen Topf zufügen. Das Wasser zum Kochen bringen. 

4. Die zerkleinerten CBD-Blüten dem Öl beimischen und gut einrühren.

5. 30-40 Minuten im Wasserbad bei 100°C erhitzen lassen. Zwischendurch ein- bis zweimal umrühren. 

6. Den kleinen Topf entnehmen und das fertige CBD-Olivenöl durch ein Sieb ins Einmachglas abfüllen. Alternativ abkühlen lassen und ein Abseihtuch verwenden. Ein Trichter kann helfen das CBD-Olivenöl in eine Flasche abzufüllen.

Wichtig: Die CBD-Blüten sollten hier auf jeden Fall zerkleinert werden, damit mehr Oberfläche mit dem Öl in Berührung kommt. Auch ist hier sehr wichtig zu schauen, dass immer genug Wasser im Wasserbad vorhanden ist. Das Öl darf auf keinen Fall direkt auf dem Herd aufliegen. Die Aktivierungstemperatur im Ofen sollte 130°C nicht überschreiten, da ab dann das CBDa ins nutzlose Cannabinol (CBN) anfängt zu zerfallen. 30 Minuten sind wissenschaftlich festgestellt die optimale Aktivierungszeit. Wir empfehlen diese Methode, da sie qualitativ besser ist, als auch überschaubarer und schneller ist.

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