CBD und Angststörungen

Herzrasen, schwitzende Hände und innere Unruhe. Wer mit einer Angststörung lebt, dem können diese Symptome den Alltag beeinträchtigen.

Laut der World Health Organization (WHO) ist weltweit jeder dreizehnte Mensch von einer Angststörung betroffen, womit sie zu den verbreitetsten psychischen Erkrankungen überhaupt gehören. Für die Betroffenen ist es ein wichtiges Anliegen, eine sichere Methode zu finden, mit den Symptomen umzugehen.

Schnell wirkende Medikamente gegen Angstzustände, wie Xanax und Valium, bieten zwar rasche Linderung, können allerdings abhängig machen. Langzeitmedikamente, wie Prozac, helfen zwar, die Symptome mit der Zeit zu reduzieren, aber sie funktionieren nicht für jeden.

 

Symptome Angststörungen:

 

  • Körperliche Symptome:
  • - Hoher Blutdruck
  • - Appetitlosigkeit
  • - Schlafstörungen
  • - Müdigkeit
  • - Kopfschmerzen / Migräne
  • - Herzrasen
  • Emotionale Symptome
  • - Nervosität
  • - Unruhe
  • - Soziale Angststörungen

 

CBD: Ein starkes Mittel gegen Angststörungen?

In den letzten Jahren gab es vermehrt klinische Studien über CBD als Mittel gegen Angststörungen und die Indizien sprechen mehr und mehr für das therapeutisches Potenzial von Cannabidiol. Zwei Studien möchten wir hier nun etwas näher vorstellen.

In einer Doppelblindstudie von 2019, bekamen 37 japanische Teenager mit sozialer Angststörung (SAD) über einen Zeitraum von vier Wochen jeden Tag entweder 300 mg CBD-Öl oder ein Placebo. Die Teenager füllten dann Fragebögen aus, mit dem Ziel, SAD-Symptome zu diagnostizieren und zu messen. Die angstlösenden Eigenschaften von CBD haben sich dabei auf die Symptome in vergleichbare Weise wie Paroxetin ausgewirkt, einem Medikament, mit dem man diese Erkrankung üblicherweise behandelt.

Interessanterweise kamen neun der siebzehn Teenager, die CBD verabreicht bekamen, zu dem Entschluss, sich in professionelle Behandlung zu begeben. Teenager mit SAD suchen normalerweise nur äusserst selten Hilfe, aus Furcht vor Interaktion mit Therapeuten und weil sie die Erkrankung als stigmatisierend empfinden.

Eine retrospektive Fallstudie von 2019 hat ambulante Patienten einer psychiatrischen Klinik in Fort Collins, Colorado, untersucht. 47 der Patienten gaben an, an Angstzuständen zu leiden. Über drei Monate hinweg wurde der Mehrheit dieser Patienten täglich 25 mg CBD verabreicht, ergänzend zu ihrer normalen Behandlung.

Nach der ersten monatlichen Auswertung berichteten 79,2% der Patienten eine Verbesserung. Nach zwei Monaten berichteten 78,1% der Patienten sogar noch weitere Verbesserung, im Vergleich zum Vormonat. 

Zusammenfassung der Vorteile:

  • Ähnliche angstlösenden Eigenschaften wie Paroxetin, weniger soziale Angst vor Therapieeinbezug
  • Mittel- bis langfristige Symtomreduktion

 

Empfehlung der Anwendung:

In welcher Form sollte ich CBD gegen Angststörungen konsumieren?

Wer interessiert ist, CBD als Mittel gegen Angststörungen einzusetzen, sollte sich vorher gut informieren. Pro und Kontra der verschiedenen Aufnahmemethoden zu verstehen ist wichtig, um entscheiden zu können, was für einen selbst am besten funktioniert.

Tinkturen und Öle

CBD-Tinkturen und Öle bieten eine schnelle, einfache und genaue Methode um CBD zu konsumieren. Die meisten Tinkturen enthalten CBD mit Alkoholbasis. CBD-Öle enthalten CBD-Extrakte mit einem Trägeröl, wie Kokosnussöl oder Hanföl.

Tinkturen und Öle werden in Tropfenform verabreicht, was die Einnahme recht einfach macht. Das Cannabinoid gelangt rasch in den Blutstrom, wenn es sublingual genommen wird. Der Effekt tritt bereits nach zehn Minuten ein und dauert bis zu drei bis vier Stunden. 

 
CBD für Angststörungen richtig dosieren

Wer die oben genannten Studien gelesen hat, wird bestimmt bemerkt haben, dass das es eine signifikante Varianz bei den Dosen des verabreichten CBDs gab. Die Teenager der japanischen Studie haben 300 mg CBD täglich bekommen, während den ambulanten Psychiatriepatienten in Colorado lediglich 25 mg verabreicht wurde. Woher kommt diese große Diskrepanz bei der Dosis?

Wie die meisten Wissenschaftler und Ärzte bestätigen können, gibt es keine universell empfohlene Dosis für CBD und, bis dato gibt es auch noch keine groß angelegten klinischen Versuche, aus denen man Richtlinien zur Dosis ableiten könnte. Die FDA ist immer noch dabei, mehr über CBD und den vollen Umfang seiner Auswirkungen auf den Körper zu erforschen, bevor sie eine entscheidet, wie es reguliert werden soll.

Dies soll nicht bedeuten, dass CBD unsicher wäre. Bisherige Forschungen legen nahe, dass CBD es eine sichere, gut verträgliche Behandlungsmethode ist. Wer interessiert daran ist, mit CBD zu experimentieren um Angstzustände in den Griff zu bekommen, sollte sich um eine informierte, vorsichtige Vorgehensweise bemühen (was prinzipiell immer eine gute Idee ist). Es folgen einige Dinge, die man bei der Wahl der Dosierung bedenken sollte.

 

Generelle Dosierungs-Tipps

Einige grundlegende Faktoren sollten beim Dosieren von CBD bedacht werden:

+ Körpergewicht

+ Metabolismus

+ Konzentration

+ Schweregrad der Angststörung

Die Konzentration von CBD variiert je nach Produkt und wird allgemein in Milligram (mg) pro Behälter angegeben.

Sobald man die Potenz eines CBD-Produktes kennt, kann man einen Dosierungs-Rechner oder eine App wie Accugentix verwenden, um auf die perfekte Dosis zu kommen. Dosierungs-Rechner können eine empfohlene Dosis basierend auf Körpergewicht und Schwere der Symptome vorschlagen.

Jeder Mensch hat eine einzigartige Körperchemie, die natürlich auch beeinflusst, wie man auf CBD reagiert. Manche metabolisieren Medizin schneller als andere, was sowohl an den Genen als auch am Lifestyle liegen kann. Wer von sich selbst weiss, einen schnellen Metabolismus zu haben, sollte womöglich eine höhere Dosis anvisieren.

 

Fazit:

CBD kann sehr hilfreich gegen Angststörungen eingesetzt werde. Wichtig ist dabei eine konstante Anwendung über einen längeren Zeitraum, um positive Effekte zu erzielen. Bei der Dosierung sollte darauf geachtet werden, dass man mit kleineren Dosen beginnt.

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Anmerkung: Eine medizinische Wirkung von CBD ist aufgrund der aktuellen Forschung nicht genügend nachgewiesen, weshalb keine ausreichende Grundlage zu einer Abgabe von medizinischen Heilversprechen besteht. Deshalb geben wir hiermit auch keine medizinischen Heilversprechen ab. Viele Ärzte und Wissenschaftler vermuten jedoch einen Zusammenhang zwischen Cannabisprodukten und diversen positiven Wirkungen. Klar ist aber, dass diese Wirkungen noch genauer erforscht werden müssen.

 

 

 

Februar 06, 2020 — Christoph Meyer

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